Vibrationen am Three Dee NT
Three Dee NT: vibration
causes
ergänzt mit
allgemeinen Informationen / updated with general
information
Das
Phänomen
Nicht alle Three Dee NTs sind gleich, dies haben
vor uns schon viele andere festgestellt. So hatten manche Maschinen
beispielsweise von Anfang an Probleme mit dem großen Delrin-Riemenrad, andere
dagegen nicht. Vielfach wurde auch über ein Schütteln im mittleren
Drehzahlbereich (1.600 – 1.700 U/min.) geklagt, die Ursache hierfür
schien etwas Spiel des Rotorkopfzentralstücks auf der Rotorwelle gewesen zu
sein.
Wie auch immer, bei uns liefen die Maschinen nach ein paar kleinen
Nachbesserungen weitgehend störungsfrei. Erst zum Frühjahr zeigte sich vor
allem bei einer Maschine eine starke Vibration bei einer 3D-Drehzahl von 1.800
bis 1.900 U/min – mal war das Phänomen stärker ausgeprägt, mal schwächer.
Im Laufe von Wochen haben wir systematisch Komponenten des Helis ausgewechselt,
darunter fielen unter anderem:
As many people
know by now, not every Three Dee NT is
like the other. Some helis had problems with the large delrin drive wheel right
from the beginning, others didn’t. There have been some reports on the
machine shaking around headspeeds of 1,600 to 1,700 rpm, the cause of which
seemed to be a little free play of the head block on the main shaft.
As for us,
we’d been lucky since after a few minor modifications our machines
performed quite well. It wasn’t until this past Spring that one of the
machines began to shake violently at 3D head speeds of 1,800 to 1,900 rpm
– sometimes the phenomenon was more apparent, sometimes it was weaker.
We’d been trying to fix this kind of vibration for weeks by replacing
components systematically. Among other things we exchanged:
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Hauptrotorblätter / main blades
-
Heckrotorblätter / tail blades
-
Paddelstange vermessen / flybar checked for
balance
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Dämpfungsgummis Hauptrotor / damper O-rings
main rotor
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Blattlagerwelle / feathering spindle
-
sämtliche Lager im Hauptrotorkopf / all main
rotor bearings
-
Hauptrotorwelle / main shaft
-
Domlager / main shaft bearings
-
Heckrotorwelle / tail shaft
-
BLW-Delrinlagerbuchsen / delrin feathering
spindle supports
-
sämtliche Lager im Heckrotor / all tail rotor
bearings
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Hauptantriebsriemen / main drive belt
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Schubstangenführung HeRo versetzt / tail
pushrod support moved
-
Umbau kompletter HR-Kopf von vibrationsfreier
Maschine / complete main
rotor from a second, vibration free machine mounted
-
Wechsel Kupplungsglocke (im Zuge des Wechsels der Untersetzung von
1:7,7 auf 1:8,3) / exchange of clutch bell (along with
change of gear ratio from 1:7.7 to 1:8.3)
Alle
diese Aktionen waren wenig erfolgreich. Wir haben daher die Maschine ohne
Hauptrotorblätter laufen lassen und sukzessive das Heck abgebaut. Obwohl die
Situation am Boden nicht mit der in der Luft vergleichbar ist, schien der Heli
bereits ohne HeRo-Nabe ruhiger zu laufen. Montage der Nabe bzw. später des
gesamten Hecks von einem vibrationsfreien NT brachte aber wiederum keine
Besserung.
All of the above
actions were not overly successful. We eventually powered up the heli without
main blades and dismounted the tail step by step. Even though things are
somewhat different on the ground the whole
machine seemed to run more smoothly without the tail hub. Mounting a different
tail hub and even a complete tail from another, vibration free NT, however, did
not improve things.
Die Ursache
Dazu
noch folgende Beobachtung: Wird die Riemenspannung erniedrigt, so verschiebt
sich das Vibrationsproblem zu niedrigerer Drehzahl; bei 3D ist sie dann nach
wie vor vorhanden, jedoch weniger stark ausgeprägt. Erhöht man die Spannung, so
merkt man bei ca. 1.600 U/min. fast nichts, bei hoher Drehzahl wird das
Schütteln dafür umso heftiger. Das Phänomen ist stark temperaturabhängig, daher
hat es auch eine ganze Weile gedauert, bis wir es zweifelsfrei als Heckriemenresonanz identifiziert haben.
Bei
Vibrationen gibt es stets zwei Komponenten: Die verursachenden, und die
verstärkenden. Verursacher können prinzipiell alle bewegten Teile sein, ebenso
Spiel in Lagern, etc. Verstärker sind Teile wie Riemen, Heckstreben, Leitwerke,
Kufen, etc. oder ganze Baugruppen, deren Eigenfrequenz mit der Verursacherfrequenz
übereinstimmt. Daß der Heckriemen des TDNT
bei hohen Drehzahlen merklich zu schwingen beginnen kann, ist eine konstruktiv
bedingte, unglückliche Tatsache – interessanterweise ist das Phänomen bei
manchen TDNTs kaum spürbar.
Zumindest
bislang brachte ein Wechsel des Motors (vormals O.S. MAX 91 SX-HGL, jetzt O.S.
MAX 91 SX-HGL C-Spec.) merkliche Besserung. Das Aggregat war gerade mal 35
Stunden bei durchweg ausreichend fetter Einstellung in Betrieb. Anmerkung:
Die Motorvibration wurde womöglich durch ein defektes Kurbelwellenlager
verursacht (leider können wir das nachträglich nicht mehr prüfen). Derartige Lager können bereits nach ca. 150 Flügen verschlissen sein.
Here’s another interesting observation: if the
tension of the tail drive belt is lowered the heli tends to shake at lower RPM;
the vibration is still present at 3D head speed, but a lot weaker than before.
If the tension of the belt is increased, almost no shaking at all is visible at
1,600 rpm, whereas at a higher head speed the heli is close to falling apart.
Since the phenomenon is noticeably dependent on the temperature it took us a
while to clearly identify the vibration as a resonance of the tail drive belt.
There’s
always two kinds of components when vibrations are concerned: the generating
ones, and the amplifying ones. Vibration generators can be all sorts of moving
parts as well as free play e.g. in bearings. Amplifiers can be parts like
belts, tail boom supports, fins, landing gear, etc. that have the same natural
frequency as the vibration generator. It’s a matter of construction that
the TDNT tail belt can develop a
resonance at higher head speeds. It is worth mentioning that the problem is
less apparent on some machines.
At least up to
now a change of the engine helped a whole lot to reduce the vibrations; we
changed from an O.S. MAX 91 SX-HGL to an O.S. MAX 91 SX-HGL C-Spec. The old
engine had run (on the rich side) for approximately 35 hours only. Note:
A reason for the engine vibrating might have been a defective crankshaft
bearing (unfortunately we cannot check this anymore). Such bearings can be worn
out after about 150 flights only.
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Hat nach ca. 35 Stunden problemloser Betriebszeit |
Läuft
zumindest bislang vibrationsfreier: |
Eine Frage
der Philosophie
Jan
Henseleit bietet mit der Einführung der neuesten Version des TDNT auch andere
Riemenrollen für den Heckantrieb an. Dies soll die Umfangsgeschwindigkeit des
Heckriemes erniedrigen und damit mögliche Resonanzen zu Drehzahlen über (leider
nur) 1.700 U/min. verschieben. Die volle Leistung von ca. 3 PS erreicht der
O.S. MAX 91 SX laut Graupner-Beschreibung bei einer Drehzahl von 15.000 U/min.
an der Kurbelwelle. Bei einer Untersetzung von 1:7,7 entspricht dies einer
Rotordrehzahl von 1.950 U/min., bei 1:8,3 immerhin noch 1.800 U/min.
Persönlich
finden wir es schade, daß diesem Problem nicht besser begegnet werden kann.
Gegen einen weichen und runden Flugstil ist nichts einzuwenden – gegen
einen mit höherer Drehzahl sowie aggressiveres, kraftvolleres Fliegen aber
ebenso wenig. Blickt man etwas über den deutschen Tellerrand hinaus, dann
stellt man fest, daß höhere Drehzahlen über 1.800 U/min. wesentlich öfter
geflogen werden, als niedrigere um die 1.600 U/min. Wie gesagt – man mag
geteilter Meinung sein, ob dies gut oder schlecht ist. Wir sind allerdings der
Ansicht, dies sollte jeder Pilot für sich selbst entscheiden dürfen!
Along with the
introduction of the latest version of the Three
Dee NT there are new tail drive pulleys available from Jan Henseleit. They
are supposed to reduce the belt speed and shift possible resonances to (slightly)
higher head speeds of app. 1,700 rpm. According to its data sheet the O.S. MAX
91 SX releases its full 3 hp at a crankshaft speed of 15,000 rpm. With a gear
ratio of 1:7.7 this translates to 1,950 rpm at the main rotor, with a gear
ratio of 1:8.3 this still gives 1,800 rpm.
It's a pity this
very problem cannot be solved in a better way. There's no doubt a smooth and
soft flying style can be very appealing – but a more aggressive and
powerful way of moving a helicopter thru the sky can be equally thrilling. It
seems that outside of Germany the majority of pilots fly with head speeds of
1,800 rpm and more rather than a relatively low 1,600 rpm. It’s a matter
of philosophy whether this is a good thing or not. We think, however, that it
should be up to the pilot to decide!
Spezialthema:
Paddelstange
Wie einige mitbekommen haben,
ist einer unserer TDNTs durch einen
Bruch der Paddelstange mitten im Flug ausgefallen; und es hat nicht nur das Paddel
gefehlt, sondern gleich das halbe Hiller-System! Gerade mal zwei Wochen später
ist exakt dasselbe bei Tobias Wagners B-Maschine aufgetreten. Bei beiden Helis
war die Paddelstange nur etwa 15 Stunden in Betrieb, das Problem lag nicht an
zu fest angezogenen Madenschrauben der Alu-Paddelstangenabschlüsse. Nach einem
freundlichen Gespräch mit Jan Henseleit sind wir nicht hundertprozentig sicher,
was der genaue Grund ist; es scheint mitunter eine Frage des Flugstils zu sein
(TW hat es auch fertig gebracht, in der Luft einen Freilauf zu schrotten). Es
wird jetzt empfohlen, daß falls Sie einen aggressiveren Flugstil mit schnellen
Lastwechseln haben, nach 30 – 50 Betriebsstunden für alle Fälle die
Paddelstange zu wechseln.
As some of you
know one of our TDNTs came down due
to a broken flybar; and it was not just the paddle that was missing, but almost
half the Hiller system! Only two weeks later the exactly same thing happened to
Tobias Wagner's B-machine. On both helis the flybar was just about 15 hours in operation;
the problem was not due to overtightened set screws in the aluminum cones on
both sides of the seesaw. After talking to Jan Henseleit we still don't know
exactly what's going on; it seems to be a matter of flying style (TW even
managed to crack the freewheel unit in midair). It is now recommended that if
you have a demanding, rather aggressive flying style you should change the
flybar every 30 – 50 hours. Just in case!
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Im Falle
eines Bruchs der Paddelstange hilft eine |
Unter
Umständen wird das wegfliegende Teil |
Spezialthema
2: Paddeleinschlag in die NT-Haube
Dies
tritt nur in absoluten Extrem-Situationen auf und ist im praktischen
Flugbetrieb zu keiner Zeit zu erwarten. Weitere Infos finden Sie unter
Q&A bei Frage
#22.
This only happens
in very extreme situations and should not occur in practise. For further
information see question #22 in the Q&A section.
Weiteres im
Zusammenhang mit Vibrationen
Im Laufe von 9 Monaten Betriebszeit mußten wir ein paar Teile (z.T.
mehrfach) auswechseln. Sollten Sie Vibrationen an Ihrem TDNT feststellen, dann kann Ihnen die nachfolgende (nicht
vollständige) Auflistung vielleicht nützlich sein. Wir machen ausdrücklich
darauf aufmerksam, daß die Teile bei gemäßigterem Flugstil (und natürlich ohne
Abstürze) i.d.R. sehr viel langsamer verschleißen.
Within 9 months
of operation we had to exchange a few parts (sometimes more than once). In case
your TDNT is shaking as well, the
following list may be of some use to you (list is not complete). We’d
like to point out that all of the parts will wear out much slower when the heli
is flown in a more moderate way (and without any crashes, of course).
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Ausgeschlagene
Dämpfungsgummis. |
Mit
ausgeschlagenen Drucklagern reagiert der Heli |
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Eine nicht
ganz exakte Passung des Zentralstücks führen;
neuere Zentralstücke sind geschlitzt. nun nicht
mehr 90°, sondern parallel zur Blattlagerwelle. |
Vor allem das
obere Domlager ist stark belastet |
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Schwingungen
am Heck können auf längere |
Zusammen mit
unverbranntem Öl bildet Schmutz |
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Ein anderer
Lösungsvorschlag von Uli Haslinde |
Vor allen
Dingen im Winter vibriert gerne das |
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Überprüfen
Sie regelmäßig die Heckstreben |
In seltenen
Fällen können die Alu-Anschlüsse |
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Die
Delrin-Lagerbuchsen für die Blattlagerwelle schlagen |
Vor allem bei
höheren Außentemperaturen führt hohe |
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Im Laufe von
etlichen Flugstunden verschleißt der |
Wir haben das
Phänomen bei mehreren Maschinen |
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Bitte beachten Sie, daß ein Ersatz des Plastik-Gabelkopfes durch ein
Exemplar aus Metall oder ein Kugelgelenk dazu führen kann, daß bei einem
Absturz nicht der Gabelkopf, sondern das Heckrotorservo Schaden nimmt! Beispielsweise das Getriebe eines S9251 (GY-601) kostet über 40,- EUR! Please note
that replacing the plastic clip with a metal version or ball link may lead to
damage of the tail servo in the event of a crash! For example the replacement
gear for a S9251 (GY-601) will cost you over 40,- EUR! |
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